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29
May

KI zwischen Innovationsschub, Überforderung und neuen Chancen 

Expertenrunde der The LBMA diskutiert den aktuellen Stand der KI-Revolution

München, Mai 2026 – Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft, Arbeitswelt und Gesellschaft derzeit schneller als jede technologische Entwicklung zuvor. Im Rahmen der Zukunftstage Handel.Stadt sowie des Boardmeetings der KI-Expertenrunde und des KI-Snack Podcasts der Location Based Marketing Association e.V. (The LBMA) diskutierten vier Experten auf der Jahreskonferenz in München über die Herausforderungen, Chancen und Auswirkungen generativer KI-Systeme – und darüber, wie Unternehmen und Menschen mit dieser Dynamik umgehen können.

An der Diskussion beteiligt waren Tanja Schallenberg (Vorstand The LBMA, xxxxx), Kathrin Schürmann (Rechtsanwältin, Digitalunternehmerin und Expertin für KI-Compliance und Recht), Robert Tomowski (KI-Experte, Psychologe und Leiter des Wissenschaftlichen Instituts der INU – Innovative University) sowie Moderator und Boardleiter David Akinjise (Berater für Digitalisierung, KI und Change Management).

Im Mittelpunkt standen drei zentrale Fragestellungen:
Wie gehen Unternehmen und Menschen mit der enormen Innovationsgeschwindigkeit der KI um? Warum wirken viele KI-Tools trotz ihrer Leistungsfähigkeit noch unfertig? Und wie verändert KI bereits heute unser Denken, Lernen und Arbeiten?

„Wir sind in einem permanenten Lernmodus“

Besonders deutlich wurde in der Diskussion, wie stark die rasante Entwicklung der KI-Technologien Unternehmen und Fachkräfte fordert. Neue Modelle, neue Tools und neue Anwendungsfelder entstehen beinahe täglich. Für viele bedeutet das einen dauerhaften Lernprozess.

„Es fühlt sich an wie ein Marathon ohne Ziellinie“, beschreibt Kathrin Schürmann die aktuelle Situation. Gerade Unternehmen stünden vor der Herausforderung, neue Technologien schnell zu verstehen, sinnvoll einzusetzen und gleichzeitig Risiken rund um Datenschutz, Qualität und Compliance im Blick zu behalten.

Auch Tanja Schallenberg beobachtet große Unsicherheit in Unternehmen: „Viele stehen noch ganz am Anfang und fragen sich: Welche Tools bringen überhaupt echten Mehrwert? Wo beginnen wir? Und wie nehmen wir Mitarbeitende mit?“

Zwischen Produktivitätsschub und Überforderung

Die Experten waren sich einig: KI ermöglicht heute bereits enorme Produktivitätssprünge. Aufgaben, die früher Stunden oder Tage dauerten, können heute in Minuten erledigt werden – von Texten über Präsentationen bis hin zu Software-Prototypen.

David Akinjise machte deutlich, dass viele aktuelle KI-Lösungen noch unreif wirken. Zahlreiche Anwendungen entstehen derzeit mit hoher Geschwindigkeit, oft ohne langfristige technische oder organisatorische Stabilität.

Kathrin Schörmann sieht darin auch Risiken: „Viele verlassen sich vollständig auf KI-generierte Ergebnisse, ohne die Qualität oder Konsequenzen wirklich beurteilen zu können.“ Gerade im rechtlichen oder medizinischen Umfeld könne dies problematisch werden.

Robert Tomowski ergänzte, dass KI-Systeme häufig eine trügerische Sicherheit erzeugen: „Texte wirken professionell und überzeugend – selbst wenn die Inhalte falsch sind. Das verändert unsere Wahrnehmung von Expertise.“

Verlernen wir durch KI wichtige Fähigkeiten?

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussion war die Frage, wie KI unser eigenes Denken und Arbeiten verändert. Alle Teilnehmer berichteten davon, KI mittlerweile selbstverständlich für alltägliche Aufgaben einzusetzen – von E-Mails bis hin zu Konzepten oder Recherchen.

Gleichzeitig wurde die Sorge formuliert, dass Menschen dadurch bestimmte Fähigkeiten verlieren könnten. „Man merkt, dass man sich zunehmend daran gewöhnt, Dinge auslagern zu lassen“, so David Akinjise. Robert Tomoski verglich diesen Effekt mit einem Muskel: „Wenn wir bestimmte Fähigkeiten nicht mehr trainieren, werden sie schwächer.“

Die Experten plädierten deshalb für einen bewussten und reflektierten Umgang mit KI – nicht als Ersatz für menschliche Kompetenz, sondern als unterstützendes Werkzeug.

Weiterbildung wird zum entscheidenden Erfolgsfaktor

Ein zentrales Fazit der Diskussion: Lebenslanges Lernen wird zur Schlüsselkompetenz der kommenden Jahre. Unternehmen und Mitarbeitende müssten sich kontinuierlich weiterentwickeln, um die Potenziale von KI sinnvoll nutzen zu können.

In diesem Zusammenhang wurde auch die neue Bildungspartnerschaft zwischen der LBMA und der INU – Innovative University vorgestellt. Gemeinsam sollen künftig praxisnahe Weiterbildungs- und Academy-Formate rund um KI, Digitalisierung und neue Arbeitswelten entwickelt werden.

Ausblick: KI-Snack Event der The LBMA im November 2026

Die Diskussion bildet gleichzeitig den Auftakt für das kommende KI-Snack Week Event der The LBMA, das in der zweiten Novemberwoche 2026 (9.-14. November 2026) stattfinden wird. Geplant sind zwei intensive Präsenztage mit Experten, Praxisbeispielen und Networking in München sowie ergänzende Online-Workshops rund um den strategischen und praktischen Einsatz von KI in Unternehmen. 

Die begleitenden Online-Workshops des KI-Snack Events setzen bewusst auf Praxis und direkten Lerntransfer. Teilnehmer – vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen – können sich individuelle Themen-Slots buchen und sich so ihren persönlichen „KI-Führerschein“ zusammenstellen. Vermittelt werden konkrete Anwendungsszenarien, hilfreiche Tipps und der sinnvolle Einsatz aktueller KI-Tools im Arbeitsalltag. Ausgewählte Workshops und Programmpunkte werden vom Bildungspartner INU – Innovative University begleitet und mit Teilnahmezertifikaten ausgezeichnet.

Weitere Informationen folgen in Kürze über die Kanäle der The LBMA.