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Sep

Digital City Award 2026: Vier Lösungen zeigen, wie digitale Stadtentwicklung in der Praxis funktioniert

Pressemitteilung 29. September 2026

Ahaus, Marburg, die Europa-Park-Region und eine KI-Lösung für den Handel gewinnen den Digital City Award 2026. 15 Use-Case-Lösungen wurden eingereicht und von einer Fachjury aus Handelsverband Bayern, Berufsverband City- und Stadtmarketing Bayern e.V. (AKCS), Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland e.V. (bcsd), urbanicom – Deutscher Verein für Stadtentwicklung und Handel e.V., CIMA und The LBMA e.V. bewertet.

München, 28. September 2026. Wie können Digitalisierung, neue Technologien und modernes Marketing dazu beitragen, Innenstädte und lokale Wirtschaftsstandorte attraktiver und zukunftsfähiger zu machen? Der Digital City Award 2026 der Location Based Marketing Association (The LBMA e.V.) zeichnet vier Lösungen aus, die darauf unterschiedliche Antworten geben – von einer umfassenden urbanen Plattform über digitales Community-Building und ein interkommunales Tourismus- und Kaufkraftsystem bis zum Einsatz künstlicher Intelligenz im mittelständischen Handel.

Der Digital City Award, powered by Best Retail Cases, stellt innovative und bereits umgesetzte Lösungen für Handel, Stadtentwicklung, Stadtmarketing und digitale Services in den Mittelpunkt. Mit den Zukunftstagen Handel.Stadt – lokal.digital bietet The LBMA bereits ein Verbandsformat an der Schnittstelle von Handel, Stadt und Technologie. Der Digital City Award ergänzt dieses Format und macht erfolgreiche Lösungen zusätzlich sichtbar.

Insgesamt wurden 15 Lösungen aus Stadtmarketing, Stadtentwicklung, Handel und Technologie für den Award eingereicht. Bewertet wurden Innovation, Mehrwert für Stadt, Handel und Menschen, messbarer Erfolg und Wirkung, Praxisrelevanz und Umsetzung sowie Skalierbarkeit und Zukunftspotenzial. Statt eines klassischen Rankings von Platz eins bis vier zeichnet die Jury die vier Gewinner entsprechend ihrer besonderen Stärken in vier Kategorien aus.

Gewinner der Kategorie „Best Digital City Solution“: Ahaus SuperApp als Schlüssel zum urbanen Leben

Die Ahaus SuperApp von Tobit.Software Laboratories überzeugte als ganzheitliche Lösung für die digital vernetzte Stadt. Auf Basis der cloudbasierten chayns®-Plattform verbindet sie mehr als 400 lokale Anwendungen und Partner aus Handel, Gastronomie und Freizeit mit kommunalen Angeboten. Zentrales Payment, digitaler Stadtgutschein, Gamification, Smart-City-Services und KI-Unterstützung werden über eine zentrale Oberfläche und eine ID zugänglich.

Mehr als 10.000 Nutzer sind bereits mit der SuperApp unterwegs. Der integrierte digitale Stadtgutschein erzielte im vergangenen Jahr rund eine Million Euro Umsatz. Das Konzept ist bereits in sechs weiteren Städten im Einsatz und in 14 weiteren in Vorbereitung. Die Jury überzeugte insbesondere die Verbindung von Innovation, praktischem Nutzen und hoher Umsetzungsqualität.

Gewinner der Kategorie „Best Digital City Marketing“: #marburgliebe – Stadtmarketing neu gedacht

Mit #marburgliebe zeigt das Stadtmarketing Marburg e.V., wie aus Social Media eine identitätsstiftende Stadtmarke und aktive Community entstehen kann. Instagram und TikTok werden nicht nur zur Information genutzt, sondern gezielt für Dialog, Community-Building und die Sichtbarkeit lokaler Akteure. Interaktive Formate, Collab-Posts und eigene Events verbinden die digitale Kommunikation mit dem realen Stadtleben.

Die Ergebnisse sind beachtlich: mehr als 53.000 Follower auf Instagram, über 10.000 auf TikTok sowie mehr als 36 Millionen Beitragsaufrufe im Jahr 2025. Die Umsetzung erfolgt organisch durch ein kleines Inhouse-Team. Ausverkaufte Veranstaltungen sowie steigende Besucherfrequenzen und Handelsumsätze werden als Offline-Effekte der erhöhten Sichtbarkeit dokumentiert. Die Jury hob besonders Mehrwert, Wirkung und emotionale Aktivierung hervor.

Gewinner der Kategorie „Best Regional Collaboration“: Erlebnis Europa-Park – Wie sieben Gemeinden aus Besuchern regionale Kunden machen

Die Erlebnisregion Europa-Park CARD & App, eingereicht von Simpli CityCard aus Karlsruhe gemeinsam mit sieben Gemeinden, verbindet Tourismus, Handel, Gastronomie, Freizeit, Beherbergung und Arbeitgeber in einem gemeinsamen interkommunalen Vorteils- und Kaufkraftsystem.

Die zentrale regionale Plattform bündelt digitale und physische Karte, App, Partnerportal, Payment, Gutschein, Cashback und Mitarbeiter-Benefits. Ziel ist es, den starken Besucherstrom des Europa-Parks systematisch auch für die umliegenden Gemeinden und deren lokale Wirtschaft nutzbar zu machen. Seit dem Start am 1. April 2026 ist das System in sieben Gemeinden mit mehr als 8.000 Nutzern und über 60 teilnehmenden Betrieben aktiv. Die Jury würdigt insbesondere die Vernetzung über Gemeindegrenzen hinweg und das skalierbare Modell für regionale Wertschöpfung.

Gewinner der Kategorie „Best AI & Innovation“: Eigenmarkeninszenierung eines mittelständischen Händlers mit KI

Der kleinere Einzelhändler Schuh-Beck aus Römerstein-Böhringen zeigt mit seiner ausgezeichneten Lösung, wie sich auch mit kleinem Budget mithilfe künstlicher Intelligenz eine eigene Markenlinie entwickeln und erfolgreich vermarkten lässt. Die KI-gestützte Eigenmarke wird über physische und digitale Kanäle inszeniert und funktioniert dabei auch nachweislich umsatzstark.

Die Jury bewertete insbesondere den hohen Innovationsgrad und die Skalierbarkeit des Ansatzes. Das Beispiel zeigt praxisnah, welches Potenzial KI gerade für kleinere und mittelständische Händler bietet, um auch mit begrenzten Ressourcen neue Marken- und Vermarktungskonzepte erfolgreich umzusetzen.

Fachjury aus Handel, Stadtmarketing und Stadtentwicklung

„Die vier ausgewählten Gewinner zeigen sehr gut, dass digitale Stadtentwicklung heute weit mehr bedeutet als eine neue App oder einzelne Technologie. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Stadt, Handel, Menschen und Technologie. Die ausgezeichneten Lösungen zeigen auf sehr unterschiedliche Weise, wie digitale Ansätze bereits heute in der Praxis funktionieren, lokale Akteure miteinander verbinden und messbaren Mehrwert für Standorte schaffen“, sagt Angelique Szameitat, Juryleitung des Digital City Award und Publisher Best Retail Cases by The LBMA e.V.

Die Auswahl erfolgte durch eine sechsköpfige Fachjury. Vertreten durch Wolfgang Puff (Handelsverband Bayern), Klaus Stieringer (AKCS), Jürgen Block (bcsd), Michael Reink (urbanicom), Roland Wölfel (CIMA Beratung + Management GmbH) und Angelique Szameitat (The LBMA) die die eingereichten Use-Case-Stories und ihre Lösungen bewerteten.

Grundlage der Juryentscheidung waren fünf Kriterien: Innovation, Mehrwert für Stadt, Handel und Menschen, messbarer Erfolg und Wirkung, Praxisrelevanz und Umsetzung sowie Skalierbarkeit und Zukunftspotenzial.

Die Gewinner wurden am Abend des 28. September 2026 im Rahmen des urbanicom-Eventy bekannt gegeben und ausgezeichnet.

Über The LBMA und den Digital City Award

Die Location Based Marketing Association e.V. (The LBMA) ist ein international ausgerichteter Fachverband an der Schnittstelle von Technologie, Handel, Marketing und Standortentwicklung. Mit Best Retail Cases und dem Digital City Award macht der Verband erfolgreich umgesetzte Use-Case-Stories und ihre Lösungen sichtbar und fördert den Austausch von Best Practices zwischen Technologieanbietern, Handel und Stadtakteuren.

Weitere Informationen und alle eingereichten Lösungen:

thelbma.org/digital-city-award-2026/

Pressekontakt: Angelique Szameitat, angie@thelbma.services